Des Königs NSA

Kontrolle der Kommunikation, Profiling verdächtiger Personen, Doxxen von Gegnern – lange vor der Existenz des Internets entwickelten Europas Monarchen bereits ausgefeilte Systeme zur Bespitzelung ihrer Untertanen. Vor allem Briefe wurden systematisch erbrochen und gelesen. Ein faszinierender Ausflug in das Ziffernkabinett der Habsburger, das Schwarze Kabinett Ludwigs XIV. und die erste Ära der Totalüberwachung.

Am 30. Januar 1649 erzitterten Monarchen in ganz Europa: An diesem Tag verlor Karl I., König von England, sein gekröntes Haupt. Das erste Mal seit Jahrhunderten fiel ein bedeutender Fürst einer Rebellion zum Opfer, und Herrscher auf dem gesamten Kontinent beschlossen, dass sie ihre Untertanen besser kontrollieren mussten, wenn sie ihre Köpfe behalten wollten. Dies war die Geburtsstunde der systematischen Überwachung.

Dieses Essay nimmt Euch mit auf eine Reise durch die so genannten Schwarzen Kabinette und beleuchtet deren Arbeitsweise. Sie erklärt, wie England oder Frankreich die ersten zentralisierten Postsysteme einführten – nicht etwa, um den Fluss von Informationen zu befördern, sondern um Kontrolle über zwischen den Bürgern ausgetauschten Nachrichten zu erlangen.

„Des Königs NSA“ zeigt, wie Herrschende die so gesammelten Informationen nutzten, um Rebellionen zu unterdrücken und sogar Kriege zu entscheiden. So lässt sich beispielsweise argumentieren, dass ohne das österreichische Ziffernkabinetts die Schlacht um Wien 1683 verloren gegangen wäre.

Der Text basiert auf einem Vortrag, den ich im Frühjahr 2016 auf der re:publica gehalten habe.

„Des Königs NSA“ ist als E-Book in allen gut sortierten Shops erhältlich, zum Beispiel bei Amazon, ePubli oder Hugendubel (Preis 1,49 Euro, Asin B01LXSC84X, 28 Seiten)

 


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